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Ein Beitrag von Chris Zurbrügg, Co-Founder aumico AG
Als Technologiepartner blicke ich täglich in den Maschinenraum vieler Schweizer Treuhandunternehmen. Das Bild ist eindeutig: Die Branche steht an einem Wendepunkt. Während das Treuhandgeschäft über Jahrzehnte ein Garant für Stabilität war, zwingen heute Fachkräftemangel und veränderte Mandantenbedürfnisse zum Umdenken. Wer zukunftsfähig bleiben will, muss seine bisherige Arbeitsweise neu definieren.
In vielen Treuhandunternehmen herrscht heute eine fragmentierte Software-Landschaft. Es gibt spezialisierte Tools für Buchhaltung, Spesenerfassung, Zeiterfassung, Dokumentenablage und Berichterstellung, die jedoch kaum miteinander kommunizieren. Was oft fehlt, ist ein CRM (Customer Relationship Management System), welches das komplette Mandantenportfolio – juristische wie natürliche Personen – zentral bündelt. Wichtige Informationen sind verstreut, ein 360-Grad-Blick auf den Mandanten existiert selten.
Die Folge sind ineffiziente Abläufe, manuelle Datenübertragungen und Medienbrüche. Auch die Mandanten sind häufig nicht smart in die Prozesse eingebunden; Belegbeschaffung und Abstimmungen erfordern nach wie vor viel Handarbeit, auch weil viele Kunden weiterhin mit physischen Dokumenten arbeiten.
Gleichzeitig erleben wir einen Generationenwechsel. Junge Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer hinterfragen alte Strukturen und wollen eine moderne «Customer Experience» bieten. Sie wissen: Die klassische Buchführung wird in Zukunft nicht mehr der Bereich sein, in dem hohe Margen erzielt werden. Mandanten sind künftig nicht mehr bereit, hohe Stundensätze für reine Datenerfassung zu bezahlen.
Der Wert des Treuhänders verschiebt sich radikal – weg vom reinen Verwalter, hin zum strategischen Berater und Kontrollorgan, das proaktiv agiert, statt nur zu reagieren. Die Branche steht vor spannenden Zeiten – nicht nur in Bezug darauf, wie KI uns repetitive Aufgaben abnehmen kann, sondern welche Automatisierungen wirklich einen Mehrwert bieten, der auch für den Mandanten spürbar ist.
aumico als intelligentes Verbindungsstück
Bei aumico arbeiten wir daran, eine Plattform für Schweizer Treuhandunternehmen zu etablieren, die als intelligentes Bindeglied zwischen den verschiedenen Systemen agiert. Wir sind überzeugt: Keine einzelne Buchhaltungslösung kann diese übergeordnete Rolle allein erfüllen – vor allem nicht in der Schweiz mit ihrer sehr diversifizierten Software-Landschaft.
Es wird zentral sein, Prozesse sauber zu definieren und zu standardisieren. Nur so können diese genutzt werden, um jüngere Mitarbeitende auszubilden und die Qualität konstant hochzuhalten. Systeme, die echten Mehrwert generieren, müssen in der Lage sein, sich nahtlos mit anderen relevanten Tools zu verbinden.
Evolution statt Revolution der IT-Landschaft
Unternehmen werden ihre bereits getätigten Investitionen nicht einfach über den Haufen werfen, um in eine homogene «Alles-aus-einer-Hand»-Architektur zu wechseln. Versuche anderer Anbieter, alles monolithisch abzudecken, sind in der Vergangenheit gescheitert.
aumico positioniert sich daher als zentrales Prozesstool, das die wichtigsten internen Abläufe abbildet. Es fungiert als Drehscheibe, auf der interne Prozesse, Aufgabenmanagement und Team-Kollaboration zentral stattfinden. Dabei ersetzt aumico Ihre bestehenden Lösungen nicht, sondern bettet sich nahtlos in die vorhandene Systemlandschaft ein.
In naher Zukunft liegt unser Fokus auf der Digitalisierung und Automatisierung von Kernprozessen. Wir starten mit dem Jahresabschlussprozess und bauen den Funktionsumfang Schritt für Schritt aus. Unsere Mission ist klar: Wir befähigen Treuhandunternehmen, ihre Teams und Mandate effizienter zu steuern, um nachhaltig zu wachsen.
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